Systeminfo für den Chat

8. Dezember 2007 - 20:42

Ein anderer Benutzer gab heute mit einem kleinen Systeminfo Script im IRC an, was ich natürlich auch sofort haben musste (Klick zum Vergrößern):

Syinfo_small

Er erklärte mir, dass es “infobash” heißt, und etwas Recherche ergab, dass Programm nur bei Sidux dabei ist. Naja, nach kurzem Suchen fand ich das deb-Paket in den Sidux-Paketquellen. Dieses funktioniert einwandfrei mit Ubuntu, und installiert soweiso nicht mehr als ein Binary.

Download Infobash

Nun kennen einige IRC Clients das Kommando “/exec”, um einen Shell-Befehl auszuführen. So auch mein XChat, aber leider schickt es das Zurückgegebene nicht ab, sodass man es per Copy&Paste manuell machen muss. Naja, wofür hat XChat denn die praktische Python Schnittstelle? Also schrieb ich kurzerhand ein ultrasimples Script.

Download XChat-Sysinfo-Script

Das Script muss in den Ordner “/home/<Benutzer>/.xchat2/” kopiert werden. Anschließend kann es entweder per XChat-Neustart oder per “XChat/Lade Plugins oder Skripte” geladen werden. Voila, nun kann man allen Benutzern im IRC sein System mit

/sysinfo

presentieren.

Super Player: Listen

27. November 2007 - 22:29

Ich stieß auf der Suche nach einem Media-Player, der alles vereint, auf ein Stück Software, dass den treffenden Namen “Listen” trägt. Er kann nun endlich alles, was ich brauche:

  • Last.fm Support
  • Musik abspielen und verwalten
  • Internet Radio höre
  • Und das wichtigste: Podcasts! Und vor allem auch Video Podcasts, wo Banshee und amaroK versagen
  • Gtk-Basiert, amaroKist zwar toll, passt aber nicht in mein Layout

Daneben bietet er einige nette Zusatzfeatures:

  • Am häufigsten gehörte Titel anzeigen
  • Ähnliche Titel anzeigen
  • Herunterladen und Anzeigen der Songtexte (Lyrics)
  • Anzeigen von Informationen über den aktuellen Künster (Wikipedia)
  • Download fehlender Cover

Der Player lässt sich ganz einfach per

sudo apt-get install listen

installieren und ist danach im Gnom-Menü zu finden.

Bis jetzt habe ich nur ein einziges echtes Manko gefunden: Der Player läd alle Sendungen eines Podcast erstmal herunter. Dies lässt sich zwar abbrechen, aber nicht dauerhaft verhindern. Na gut, in Zeiten von DSL Anschlüssen ist das zu verschmerzen. Es muss nur am Anfang umbedingt der Speicherordner für die Podcasts umgestellt werden, da sie sonst allesamt erstmal im Home-Ordner landen. Alle brav in einem Ordner mit ihrem Namen. Ich hab sie erstmal nach /tmp schmeißen lassen. Dies kann unter Musik/Einstellungen/Podcasts geändert werden.

Zusätzlich muss in den EInstellungen unter “Bibliothek” erstmal der Musik-Ordner eingetragen werden, sowas wie einen “Erste Schritte”-Assistent gibt es nicht. Ein Klick auf “Bibliothek neu laden” blieb bei mir erfolglos, dazu musste ich den Player erst neustarten.

Unter “OSD” lässt sich noch ein “On-Screen-Display” aktivieren, dass den Song Namen und Künstler anzeigt, wenn Listen minimiert ist.

Zusätzlich finde ich die Option “Schließen in den Systray” unter “Allgemein” immer recht praktisch, der dafür sorgt, dass Listen bei einem Klick auf das X nicht beendet, sondern sich nur in ein Tray-Sybol verwandelt.

Hier noch einige Screenshots:

Listen1listen2listen3Listen4Listen5Listen6Listen7Listen8Listen9Listen10Listen11Listen12Listen13

Neuer Soundserver: PulseAudio

16. November 2007 - 23:24

Zufällig bin ich gestern auf dem Soundserver PulseAudio gestoßen. Er zeichnet sich durch eine gute Konfigurierbarkeit aus. Unter anderen kann man die Lautstärke für jede Anwendung einzeln festlegen, oder eine Anwendung in Echtzeit auf eine andere Soundkarte umleiten. Hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack:

PulseAudio -1PulseAudio -2PulseAudio -3PulseAudio -4PulseAudio -5

Nun zur Installation. Diese ist unter Ubuntu sehr einfach. Zunächst müssen folgende Pakete installiert werden (einige sind optional, beinhalten aber die Frontends)

sudo apt-get install  asoundconf-gtk libasound2-plugins pulseaudio pulseaudio-module-gconf
pulseaudio-module-x11 libao-pulse pulseaudio-esound-compat pulseaudio-module-gconf
libgstreamer-plugins-pulse0.10-0 pulseaudio-utils padevchooser paman paprefs pavucontrol
pavumeter

Ist alles fertig installiert, kann es an das Einrichten gehen. Zunächst muss PulseAudio als Standard für ALSA festgelegt werden. Hierzu muss

asoundconf set-pulseaudio

aufgerufen werden. Anschließend muss mit

gnome-sound-properties

die Gnome-Audiokonfiguration aufgefen werden. Hier sollte alles auf PulseAudio umgestellt werden. Vorsicht! Nicht auf “Testen” klicken, sondern das Fenster einfach schließen. Da gstreamer noch nicht umgestellt ist verursacht der Test nur einen Absturz. Also, stellen wir gstreamer um. Dies geschieht per

gstreamer-properties

und anschließender Auswahl von PulseAudio bei Ein- und Ausgabe, allerdings nur bei “Audio”. Soweit so gut. Nun sollte man ab besten einmal Gnome neustarten (Einfach abmelden), damit wirklich alle Programme die Änderungen mitbekommen. Anachließend sollte man noch bei allen Multimedia-Programmen (Kaffeine, Mplayer, Amarok, XMMS etc.) in den Einstellungen die Ausgabe auf Pulseaudio umstellen. Steht diese Option nicht zur Auswahl, müssen manchmal noch extra Pakete installiert werden. Ansonsten kann man Google bemühen, oder, zur Not, ALSA einstellen.

Nun gilt es noch, einen Bug bzw. ein fehlendes Feature von Flash zu beheben. Öffnet man nämlich Firefox und versucht sich ein Youtube-Video anzusehen, wird man festellen, dass es keinen Ton hat. Hier für gibt es einen Fix, der allerdings mit den Paketen von Ubuntu im Moment nicht zusammenarbeitet. Ich lade hier mal eine leicht angepasste Version hoch, die momentan mit Gutsy funktioniert. Es enthällt nur den von mir etwas angepassten Source und muss manuell kompiliert werden. Dazu braucht man zunächst folgende Pakete:

sudo apt-get install build-essential automake1.9 autoconf libtool libesd0-dev libpulse-dev libssl-dev

Danach läd man das Archiv herunter und entpackt es:

wget http://www.ubublog.de/wp-content/uploads/2007/11/libflashsupport.tar.gz
tar xf libflashsupport.tar.gz

Anschließend wird esKonfiguriert und Kompiliert:

cd libflashsupport/
./configure
make

Sollten hierbei, insbesondere beim Konfigurieren Fehler auftreten, kann man hier in den Kommantaren nachfragen, sich im IRC helfen lassen oder den Fehler Googlen. Zum Abschluss wird das ganze noch installiert,

sudo make install

und schon sollte Flash nach einem Browserneustart wieder etwas von sich geben.

Jetzt findet man unter Anwendungen/Unterhaltungsmedien alle Frontends für PulseAudio.

Ich hoffe diese Anleitung hat ihnen gefallen und geholfen.

devilspie mit Compiz Fusion

15. November 2007 - 23:23

Ich trauere schon seit einger Zeit dem Programm devilspie nach, mit dem man die Eigenschaften von Fenster beeinflussen kann. Ein Beispiel wäre z.B., Firefox startet maximiert auf Desktop 3, kann nicht minimiert werden und hat aus Platzgründen keine Titelleiste. Dies kann in machen Fällen sehr praktisch sein, um z.B. Programme zu Widgets umzubauen (Keine Titelleiste, nicht in der Taskliste, nicht verschiebbar, Größe nicht änderber, immer im Hintergrund) . Devilspie funktioniert allerdings nicht richtig mit Composite-Fenstermanagern wie Compiz oder Beryl. Da ich Compiz seit einiger Zeit nutze, musste ich bis jetzt auf devilspie verzichten, doch das warten hat ein Ende. Devilspie funktioniert zwar immer noch nicht, aber ich entdeckte eben durch Zufall eine solche Funktion in Compiz-Fusion. Wer Compiz Fusion installiert und ordentlich Laufen hat, muss nur das Paket “compizconfig-settings-manager” installieren, um das Konfigurationsfrontend zu bekommen. Ist selbiges per “System/Einstellungen/Advanced Desktop Effect Settings” gestartet, müssen die “Regeln für Fenster” unter “Window-Management” aktiviert werden. Wirklich komfortabel ist dieser Dialog nicht, er erfüllt jedoch seinen Zweck. Hier die Erklärung anhand eines Beispiels:

Angenommen, wir wollen das kleine Statusfenster von Amarok Fest als Widget auf den Desktop haben. Zunächst muss es in Amarok unter “Einstellungen/Amarok einrichten/Allgemein” aktivieren (”Player-Fenster anzeigen”).

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Fenster jeweils zu identifizieren. Zunächst einmal gibt es den Namen. Mit

xprop | grep WM_CLASS | cut -d \" -f 2

und einem Klick auf das gewünschte Fenster, kann man sich den Namen (Nicht das, was in der Titelleiste steht) anzeigen lassen. Im Falle des Amarok-Player-Fensters kommt “amarokapp” heraus. Das ist natürlich recht kontraproduktiv, da alle anderen Amarok-Fenster genauso heißen. Trotzdem: Man könnte nun z.B. in das Feld “Nicht minimierbar” “title=amarokapp” schreiben. Nun würde Amarok (Aber alle Fenster) sich beim nächsten Start nicht mehr Minimieren lassen. Hier mal dich wichtigsten Eigenschaften:

type: Wasfür ein Fenster? Toolbar, Tooltip, Menü etc.

  • Befehl zum Herausfinden: xprop | grep WINDOW_TYPE | cut -d _ -f 10
  • Möglichkeiten: any, unknown, combo, desktop, dialog, dnd, dock, dropdownmenu, fullscreen, modaldialog, menu, normal, notification, popupmenu, splash, toolbar, tooltip, utility
  • Bei Amarok: “normal”

name: Der Klassenname des Fensters

  • Befehl zum Herausfinden: xprop | grep WM_CLASS | cut -d \” -f 2
  • Bei Amarok: “amarokapp”

class: Klasse des Fensters

  • Befehl zum Herausfinden: xprop | grep WM_CLASS | cut -d \” -f 4
  • Bei Amarok: “Amarokapp”

title: Das, was in der Titelleiste steht

  • Befehl zum Herausfinden: xprop | grep “WM_NAME(STRING)” | cut -d \” -f 2
  • Bei Amarok: “Amarok”

role: Die Rolle des Fensters im Programm, nicht immer benutzt

  • Befehl zum Herausfinden: xprop | grep “WM_WINDOW_ROLE(STRING)” | cut -d \” -f 2
  • Bei Amarok: “PlayerWindow”

state: Ist das Fenster maximiert, im Vordergrund etc.?

  • Möglichkeiten: modal, sticky, maxvert, maxhorz, shaded, skiptaskbar, skippager, hidden, fullscreen, above, below, demandsattention

Alle diese Eigenschaften werden folgendermaßen in Compiz-Fusion eingetragen:

Eigenschaft=Wert

Um also z.B. alle Fenster mit dem Titel “gedit” “nicht minimierbar” zu machen, bedarf es folgender Zeile im Feld “nicht minimierbar”:

 title=gedit

Außerdem gibt es jeweils Operatoren für “UND”, “ODER” und “NICHT”. Für “UND” das “&”, für “NICHT” das “!” und für “ODER” das “|”. Als Zeichen für etwas beleibiges steht das “^”. Man kann also z.B. alle Fenster, die hinten am Titel “Mozilla Firefox” tragen und vom Typ “normal” sind, folgendermaßen beeinflussen:

title=^Mozilla Firefox&type=NORMAL

Diese Regeln lassen sich auch in Klammern Verschachteln:

type=normal&(title=gedit | title=Amarok )

Dies würde auf Alle Fenster zutreffen, die den Typ “normal” haben, und deren Titel entweder “gedit” oder “Amarok” ist. Das ganze ist wie beim Programmieren, sodass die meisten es also recht flott verstanden haben sollen.

Bei unserem Amarok-Beispiel sieht man, dass es nur einen Weg gibt, das Playerfenster vom Rest von Amarok zu unterscheiden: Die Rolle (role). Amarok legt hier ganz brav “PlayerWindow” fest. Um also das Player-Fenster zu identifizieren, braucht es die folgende Zeile:

name=amarokapp&role=PlayerWindow

Sie legt fest, dass der Name “amarokapp” und die Rolle “PlayerWindow” sein muss. Trägt man diese Zeile also beispielsweise in die Felder “Nicht in der Taskleiste”, “Unter”, “Nicht verschiebbar”, “Nicht Skallierbar”, “Nicht minimierbar”, “Nicht maximierbar”, “Nicht schließbar” und “Ohne Fokus” ein, hat man beim nächsten Amarok-Start ein super Widget auf dem Desktop.

Leider gibt es keine Möglichkeit, die Titelleiste des Fensters verschwinden zu lassen, aber das ist zu verschmerzen.

Unter “Window Management/Fenster Platzieren” gibt es zudem die Möglichkeit, dem Fenster eine feste Position zu geben, falls die Anwendung das Fenster nicht immer an der der selber Stelle erscheinen lässt. Die Identifizierung erfolgt hier nach dem selben Schema.

FensterRegelnAmarok Player Fenster

Schickes neues Gnome-Menü

5. November 2007 - 23:37

Ich sah heute rein zufällig einen Screenshot des neuen openSuse 10.3. Darauf sah ich ein schickes Gnome-Menü, dass ich sofort auch unter Gnome haben wollte. Es hat ein Suchfeld und zeigt dem Benutzer die am häufigsten benutzten Anwendungen an:

Gnome Startmenue

Das wollte ich natürlich sofort auch unter Ubuntu haben, und recherchierte etwas. Das Menü heißt gnome-main-menu (Wie passend…) bzw. slab. Nun denn, ich schreibe hier mal eine kleine Anleitung, um das Menü unter Ubuntu zu benutzen. Es gibt ein Ubuntu-Paket Namens “gnome-main-menu”, das einem das Menü ganz einfach installiert. Als ich das bemerkte,war die Anleitung zum selberKompilieren schon geschrieben, also, wer die neuste Version haben will, lese unten weiter. Nun habe ich ein Ubuntu mit einem wunderschönen neuen Menü:

Manuell kompilieren

Zuerst sollte sichergestellt sein, dass das Paket “build-essential” installiert ist. Es sei mal im Vorraus gesagt, dass ich vielleicht eine Abhängigkeit vergesse, da ich doch eine Menge Pakete installiert habe. Wenn er also irgendwann meckert, einfach die Fehlermeldung ansehen, die sollte Auskunft darüber geben, was fehlt. Hier sind einmal alle Abhängigkeiten aufgelistet. Es kann sein, dass die Pakete bei Ubuntu anders heißen, viele sind auch schon dabei. Die Liste ist nur aus der Readme kopiert:

NetworkManager-devel autoconf automake avahi-devel fam-devel gettext-devel gnome-common
gnome-desktop-devel gnome-menus-devel gnome-panel-devel gnutls-devel hal-devel intltool
libgnomeprintui-devel libgtop-devel libidn-devel libiw-devel librsvg-devel libtool
libwnck-devel perl-XML-Parser python-devel python-pygtk-gtk scrollkeeper GConf2 dbus-glib
hal gnome-panel gnome-system-monitor gnome-terminal tango-icon-theme wireless-tools
gnome-doc-tools libgnome-menu-dev network-manager-dev libiw-dev

Nun denn. Zuerst muss einmal der Quellcode organisiert werden. Dazu muss das Programm “svn” installiert sein:

svn co http://svn.gnome.org/svn/gnome-main-menu/trunk/

Gibt es gierbei keine Fehler, kann es an das Kompielieren gehen. Zuerst muss das Komfigurationsscript ausgeführt werden:

cd trunk/
./autogen.sh

Es wird vermutlich erstmal meckern, dass es dies und das braucht. Diese Abhängigkeiten muss natürlich installiert werden, danach muss das Script nochmal ausgeführt werden. Sind alle Abhängigkeiten installiert, sagt autogen folgendes:

 Now type `make' to compile slab

Nun kann das eigentliche Kompilieren beginnen:

make

Dies kann je nach Geschwindigkeit des Rechners eine Weile dauern. Beim Kompilieren wird jede Menge kryptisches Zeug angezeigt, das sind keine Fehlermeldungen. Ist make ohne Fehler durchgelaufen (Das erkennt man an den “Verlasse Verzeichnis” Meldungen), kann das Menü installiert werden. Dazu braucht es root-Rechte:

sudo make install

Auch hier stehen “Verlasse Verzeichnis Meldungen”wieder für Erfolg. Glückwunsch. Nun kann das Menüwie gewohnt zum Panel hinzugefügt werden.

Projekt: Musik Player

28. Oktober 2007 - 20:36

Ich habe hier noch einen alten Rechner, 200 Mhz, 96 MB RAM und doch immerhin ein CDD-Laufwerk. Dieser soll zu einem Musikplayer und Internetradio-Gerät ausgebaut werden. Ich habe noch einen selbstgebauten Infrarot-Empfänger, der an den seriellen Anschluss kommt, und mit Lirc funktionieren sollte. Zumindest tat er es damals mit WinLIRC. Einige alte Fernbedienungen habe ich auch nocht, da muss ich mir wohl noch eine aussuchen.

Es gibt bei der Sache natürlich noch einige Probleme:

  •  Der serielle Anschluss wird Momentan von einer Maus belegt, USB hat der Rechner nicht. Da Linux zum Einsatz kommen soll, ist das kein allzugroßes Problem, da ich per ssh bzw. direkt per Tastatur dran kann.
  • Woher soll der Rechner seine Musik holen? Auf die paar Gigabyte Festplatte passt nichts, also wird wohl mein Rechner dabei immer laufen lassen, sodass ich die Musik per Netzwerk abspielen kann.
  • Um die Soundkarte muss ich mich nochmal kümmern. Es kommen die Töne von Mikrofoneingang wieder raus, wenn ich das einschalte, aber sonst kommt leider überhaupt nichts.
  • Das allerwichtigste: Die Software! Eine MediaCenter Lösung wird wohl nichts werden. Ich brauche aber etwas, was ich auch von etwas weiter weg noch Lesen kann. Außerdem muss es sich einigermaßen mit einer Fernbedienung bedienbar sein.

Ich hoffe einfach mal, dass ich das alles noch gelöst bekommen. Gerade bei der Sache mit der Playersoftware würde ich mich über einige Tipps freuen.

Windows Media Player und Wine

26. Oktober 2007 - 18:10

Unter Linux vermisse ich etwas Funktionen wie Virtual Surround Sound. Es gibt ein Tool namens DFX, welches ich unter Windows immer benutzt habe. Es klinkt sich in verschiedene Media Player wie Winmap oder den WMP, und lässt Titel z.B. wie in einer Konzerthalle klingen. Beim Versuch, einen der unterstützten Player benutzbar unter Linux zum Laufen zu bekommen, bekam ich diese spaßige Meldung.

Media Player Wine

Hat dieser Satz einen tieferen Sinn? Ich glaube nicht…

Ach ja, wenn jemand eine Software o.Ä. kennt, die sowas wie Virtual Surround Sound für Linux bieten kann, bitte melden ;)

Einstieg in Ubuntu

24. Oktober 2007 - 16:40

Da Linux doch momentan schwer im Kommen ist, möchte ich hier mal einen kleinen Artikel bzw. eine Anleitung zum leichteren Einsteig schreiben.

Als erstes sei mal gesagt, dass Linux zwar sehr einfach geworden ist, allerdings nichts für Leute ist, die einfach nur einen Text schreiben wollen. Man muss schon den Willen haben, sich evtl. um nicht erkannte Hardware und neue Software zu kümmern. Wer das nicht scheut, wird in der Regel ein flottes System erhalten, welches Automatische Updates für alle Programme und schicke Effekte bietet. Zudem wird man den oft gefürchteten Terminal nach einiger Zeit lieben lernen, da sich viele Aufgaben so doch deutlich flotter lösen lassen.

Installation

Zunächst einmal benötigt man ein Image. Es gibt einige verschiedene Images. Zunächst einmal unterscheiden sich die Images in der Prozessorarchitektur. “i368″ steht dabei für den “normalen” 32-Bit Prozessor, funktioniert allerdings auch mit 64-Bit CPU’s. “amd64″ eignet sich für die 64-Bit Prozessoren von AMD und Intel. Es gibt noch einige exotischere Architekturen, wie SPARC für Prozessoren von Sun oder ein Image für die Playstation3, deren Installation hier beschrieben wird.

Desweiteren gibt es auch verschiedene Vesionen von Ubuntu. Ubuntu selber ist die Version, die den Gnome-Desktop benutzt, Kubuntu benutzt KDE, und Xubuntu setzt auf den flinken XFCE-Desktop. Desweiteren gibt es noch Edubuntu und UbuntuStudio. Edubenutu enthällt zusätzlich noch Software zum Lernen, und UbuntuStudio bringt einen auf Multimedia optimierten Kernel und Software zur Bearbeitung von Musik und Filmen mit. Edubuntu und UbuntuStudio setzen beide auf den Gnome-Desktop. Für welchen Desktop man sich entscheidet, ist reine Geschmakssache. XFCE eignet sich vor allem für ältere Rechner, da er weniger Ressourcen verbraucht. Gnome und KDE haben etwa die selben Hardwareanforderungen, allerdings bringt KDE massig Software mit und lässt sich sehr viel detaillierter Konfigurieren. Für Anfänger würde ich meinen Favorit, Gnome, empfehlen. Man muss dazu sagen, dass man die KDE Software auch problemlos unter Gnome benutzen kann, und umgekehrt. Dieser Artikel bezieht sich nur auf Gnome bzw. Ubuntu, allerdings kann man später auch mehrere Desktop parralel betreiben und beim Anmelden auswählen. So wichtig ist die Entscheidung bei der installation also letztlich nicht.

Dann gibt es noch jeweils die Desktop- und die Alternate-CD zur auswahl. Die Alternate CD besitzt keine Grafische Live-Umgebung, kann also zum Beispiel eingesetzt werden, wenn aus irgendeinem Grund die Live-CD nicht starten will. Die Installation mit der Alternate-CD läuft im Grunde gleich ab, wie die Grafische, benötigt nur weniger Leistung und sieht hässlicher aus. Das, was am Ende auf der Platte landet, ist aber das selbe. Von den DVD-Versionen rate ich ab, sie sind riesig und bringen noch mehr Software mit, die man oft nicht braucht, und die sich später sehr leicht nachinstallieren lässt.

Die Downloads von der Herstellerseite:

Architektur Ubuntu Kubuntu Xubuntu
i386 Desktop
Alternate
Desktop
Alternate
Desktop
Alternate
amd64 Desktop
Alternate
Desktop
Alternate
Desktop
Alternate

Die Images lassen sich sehr leicht unter Windows mit einem Brennprogramm wie Nero, das jabei fast jedem Brenner heuzutage dabie ist, oder unter Linux z.B. mit k3b auf CD brennen. Ich denke darauf muss ich hier nicht näher eingehen.

Nun muss von der CD gebootet werden, auch das will ich hier nicht nähererläutern, als angehender Linuxer sollte man sowas können. Nun denn, wenn alles glatt geht sieht man nach kurzer Zeit den Bootbildschirm:

Ubuntu Bootscreen

Hier sollte zunächst mit F2 die eigene Sprache ausgewählt werden. Diese lässt sich zwar bei der Installation noch einstellen, allerdings ist so die Live-CD schon auf Deutsch. Danach kann man mit F4 bei Bedarf noch die Auflösung anpassen, das muss aber auch nicht sein. Anschließend wählt man “Ubuntu starten oder installieren”, und nun kann man sich einen Kaffee holen, da das Starten von der CD durchaus mal einige Minuten dauern kann.

Letztendlich sollte man den Ubuntu-Desktop sehen:

Ubuntu Live-CD

In den Menüs am oberen Bildschirmrand findet sich schon massig Software zum ausprobieren. Diese ist natürlich noch recht langsam, da das System von CD läuft, vermittelt aber doch immerhin einen Eindruck davon, was mach sich gleich auf die Platte schaufelt. Im Ordner “Examples” sind einige Testdateien, ein Video, ein Dokument, eine Präsentation, ein Musikstück etc. .

Nun denn, beginnen wir mit der eigentlichen Installation, die logischerweise über “Installieren” gestartet wird. In den ersten 3 Dialogen werden Sprache, Zeitzone und Tastaturlayout abgefragt:

Dialog 1Dialog 2Dialog 3

Nun folgt der wichitgste und interessanteste Teil der Installation: die Partitionierung. Dass man Backups von seinen Daten haben sollte, muss ich hier hoffentlich nicht extra erwähnen. Die Partitionierung läuft im Grunde sehr gut, und es lassen sich auch recht leicht Windows Partitionen verkleinern, aber schief gehen kann immer etwas. Zunächst gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. kann man den Installer die Hauptarbeit machen lassen, und einfach sagen, dass er eine Festplatte verkleinern und den frei gewordenen Platz für Ubuntu nutzen soll.

2. kann man einfach eine ganze Festplatte benutzen.

3. kann man alles manuell machen.

Als erstes muss ich mal die Laufwerksbennenung von Ubuntu etwas erklären. Alle Festplatten haben die Vorsilbe “sd”. “sd” steht für “SCSI Disk”. Früher hießen allep Festplatten “hd” für “Hard Disk”, der Teufel weiß, warum das geändert wurde. Als nächstes wird mit einem Buchstaben die Festplattenanzahl durchgezählt. Die erste Platte ist “sda”, die zweite “sdb” und so weiter. Bei der Festplattenauswahl ist zunächst einmal nur das wichtig, aber es sei gesagt, dass die Partitionen noch hinten in Form einer Zahl dranhängen. Die erste Partition auf der ersten Platte ist also “sda1″, die zweite Partition auf der dritten Platte “sdc2″. In der Regel sollte Variante 1, also die vollautomatische Partitionierung ausreichen. Die Größe der neuen Partition lässt sich so ganz bequem per Schieberegler steuern. 20 GB sollten es für Ubuntu meiner Meinung nach schon sein, sodass man etwas herumexperimentieren kann, und Platz für Downloads und neue Software hat. Wer die volle Kontrolle haben möchte und sich etwas mit Partitionierung auskennt, der sollte “Manuell” wählen und alles selbst machen. Dabei ist es wichtig, dass am Ende 2 Partitionen für Linux bereit stehen. Eine sogenannte Swap-Partition, die für die Auslagerung zuständig ist (Viele dürften das von Windows her kennen, dort ist es die pagefile.sys), und eine Hauptpartition. Die Swap Partition sollte jeh nach verbauten Arbeitsspeicher gewählt werden. 1GB sollten für die meißten Systeme in Ordnung sein. Wer mag, kann sich für “/home”, das ist Praktisch “Eigene Dateien” bei Windows, eine eigene Partition anlegen.

Nun müssen die Partitionen noch passend gekennzeichnet und formatiert werden. Hier die Werte für die Partitionen:

Swap-Partition: Benutzen als Swap

Hauptpartition: Benutzen als ext3 (Linux-Dateisystem), Einhängepunkt: /

Evtl. Home-Partition: Benutzen als ext3, Einhängepunkt: /home

Hier noch ein paar Bilder:

Partitionierung 1Partitionierung 2

All diese Schritte sind natürlich nur bei der Manuellen Methode nötig. Wenn die Partitionierung abgeschlossen ist, erscheint ein Fenster, welches die wichtigsten Benutzerdaten abfragt. Der Benutzername (zweites Eingabefeld) sollte möglichst kurz und einfach sein, man muss ihn beim Anmelden zunächst immer eintippen. Das Passwort sollte natürlich recht sicher sein, aber man sollte Passwörter vermeiden, bei denen man sich fast die Finger verrenkt, da auch das Passwort später häufiger gebraucht wird. Der Computername ist nur für Netzwerke relevant.

Nutzerdaten

Nun denn, alle Eingaben sind gemacht und werden noch einmal zusammengefasst angezeigt. Hier sollten auch vorhandene Windows-Installationen angezeigt werden.

Zusammenfassung

Profis können unter “Erweitert” noch den Installationsort für den Bootloader ändern. Standardmäßig ist hier die erste Festplatte angeben, was immer funktionieren sollte.

Ein Klick auf “Installaieren” startet die eigentliche Installation. Diese kann etwas dauern, allerdings ging es bei mir immer schneller als eine Windows-Installation. Wenn große Datenmengen auf Grund der Partitionierung bewegt werden müssen, kann dies natürlich sehr lange dauern.

InstallationLive-CD-Frage

Am Ende der Installation wird man noch gefragt, ob man Neustarten möchte, dies sollte man natürlich bejahen, da man ja sonst die Live-CD benutzt. Nach dem Neustart kommt zunächst kein Menü, sondern ein Countdown, welcher einem nach einem Druck auf Escape das Menü zeigt, in dem auch Windows sein sollte. Wenn nicht, Pech…

Der erste Start

Nun denn, nach dem Neustart sollte Ubuntu starten. Wer sich etwas auskennt kann mit den Kryptischen Boot-Meldungen vielleicht auch schon etwas über die erkannte Hardware sagen. Anschließend erscheint der Login-Bildschirm, der einen zur Eingabe von Benutzername und Passwort auffordert. Hier sollte auch schon ein Ton zu hören sein (Ist es eine Art Buschtrommel?), so weiß man schonmal, ob die Soundkarte geht. Auch die Bildschirmauflösung kann man hier zum ersten mal begutachten. In den allermeisten Fällen sollte sie schon richtig sein. Ich erkläre allerdings gleich noch, wie man sie ändert.

Es ist geschafft, wir haben den Deskop vor uns:

Ubuntu ist da

Meins murrt natürlich sofort, dass es Updates gibt, da mein System hier direkt an einem Router hängt und somit schon ins Internet kann. Im großen und ganzen sollte alles auf dem Bildschirm klar sein. Aber nochmal eine etwas genauere Erklärung: Oben Links gibt es zunächst 3 Menüs. Das erste beinhaltet, wie der Name schon sagt, die vorinstallierten Programme, die wiederrum nach Kategorien geordnet sind. Das wichtigste ist bereits vorhanden: Eine Office-Suite, ein Grafik Bearbeitung, CD- und Multimedia-Player, Taschenrechner, Instant Messenger, usw. . Unter “Orte” findet man die wichtigsten Ordner, einen “Computer” mit allen Laufwerken, einen simplen Bernner und einen Suchdialog. Mit “Verbindung zu Server”, kann man dem Menü direktlinks zu FTP-Servern etc. hinzufügen. Das Menü System unetrteilt sich im Wesentlich in “Einstellungen” und “Systemverwaltung”. Der Unterschied zwischen den beiden ist folgender: Das Einstellungsmenü gilt immer nur für den aktuellen Benutzer, während sich unter “Systemverwaltung” systemweite Änderungen vornehmen lassen. Für diese benötigt man zusätztlich immer sein Passwort, ein Schutz gegen Schädlinge. Bei allen administrativen Aufgaben, auch z.B. beim Software installieren wird man nach seinem Passwort gefragt.

Die wichtigsten Einträge sind:

Einstellungen/Bildschirmauflösung - Auflösung anpassen

Systemverwaltung/Bildschirme und Grafik/ - Erweiterte Anzeigeeinstellungen vornehmen

Systemverwaltung/Synaptic Paketverwaltung - Software installieren.

Systemverwaltung/Systemüberwachung - Eine Art Taskmanager, die es dem Benutzer erlaubt, Prozesse zu beenden und die Leistung zu überwachen

Systemverwaltung/Eingeschränkte Treiber - Manche Gerätetreiber installieren.

Neben dem Menü befinden sich 3 Starter für Firefox, den Evolution Mail-Client, und die Systemhilfe. Noch weiter rechts befindet sich ein Umschalter, mit dem man bei mehreren Benutzern schnell zwischen den selbigen wechseln kann. Die Dateisuche, der Systemtray, die Lautstärkeregelung, die Uhr und der Herunterfahren-Button sollten soweit klar sein. Am unteren Rand sieht man ein Icon, um den Desktop anzuzeigen, alle geöffneten Fenster, die Virtuellen Desktops, zu denen ich später noch komme, und den Mülleimer.

Einrichtung

Am wichtigsten ist natürlich zunächst, dass die Hardware läuft. Hier gibt es eine schöne Kompatibilitätsliste. Wenn ein Gerät dort nicht aufgeführt ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht Linux-Kompatibel ist, in diesem Fall hilft sicher Google weiter. Natürlich gibt es auch eine Blacklist.

Ich gebe hier mal einige Tipps für die wichtigsten Komponenten. Die Hardware ist jeweils anklickbar, und verlinkt auf die Ausführlichen Artikel im Ubuntu-Wiki:

Scanner

Die meisten Linux kompatiblen Scanner dürften nicht sofort funktionieren. Dafür ist in der Regel eine Firmware Datei nötig, die kommerziell ist, also nicht mitgeliefert werden darf. Sie ist in der Regel im Windows Treiber für den Scanner enthalten und trägt die Endung *.usb . Diese Datei muss in das Verzeichnis /lib/firmware, dazu braucht man Root-Rechte, wie das geht, erkläre ich später noch. Eine schöne Kompatibilitätsliste, die auch Informationen zu der benötigten Firmware gibt, findet man hier (Englisch).

Webcams

Das kann man sich in der Regel abschminken. Es gibt nur sehr wenige, die mit Linux kompatibel sind.

Drucker

Drucker sind in der Regel gar kein Problem. Sie können unter System/Systemverwaltung/Drucken konfiguriert werden. Dort muss lediglich auf “Neuer Drucker” geklickt werden, und der Drucker sollte, sofern eingeschaltet, schon in der Liste erscheinen. Danach muss noch ein Treiber angegeben werden, der in der Regel auch schon richtig eingestellt ist. Mit “Drucke Testseite” kann man den Erfolg überprüfen.

Grafikkarten

Oh weh, das ist ein weites böses Feld. Zunächst einmal eine gute Nachricht an alle NVidia-Karten Besitzer. Das ist supereinfach. Soweit das Internet funktioniert, was ja bei vielen durch LAN und einen Router der Fall sein sollte, reicht es, unter System/Systemverwaltung/Verwaltung eingeschränkter Treiber, den nvidia-Treiber zu aktivieren. Dann werden einige Pakete heruntergeladen und installiert. Anschließend muss noch unter System/Systemverwaltung/Bildschirme und Grafik sichergestellt sein, dass unter Grafikkarte der nvidia-Treiber aktiviert ist.

Monitor

Wenn die gewünschte Auflösung nicht verfügbar ist, kann man unter System/Systemverwaltung/Bildschirme und Grafik bei Modell seinen Monitor auswählen.

Soundkarten

Die meisten Soundkarten sollten sofort funktionieren. Oben rechts sollte natürlich die Lautstärke voll aufgedreht sein. Dann kann man unter System/Einstellungen/Audio bei Audiowiedergabe auf Test klicken, und es sollte ein Pfeifton zu hören sein. Für den Mikrofoneingang muss in der Regel doppelt auf das Lausprechersymbol oben rechts gekilickt werden. Es erscheint dann die Lautstärkeregelung, in der man mit den Reglern und Datei/Gerät wählen herumspielen kann, bis man die Aufnahmeeinstellungen gefunden hat.

WLAN

Die Wlan-Unterstützung von Linux ist in den letzten Jahren sehr viel besser geworden. Trotzdem muss man noch etwas Glück haben. Wenn der Treiber schon dabei und geladen ist, sollte oben rechts ein Netzwerksymbol erscheinen. Außerdem sollte die Wlan-Karte unter System/Systemverwaltung/Netzwerk auftauchen. Wenn man es anklickt, sollte man bereits sein eigenes Wlan auswählen können. Gibt es keinen Linux-Treiber, gibt es noch die Möglichkeit, die Windows-Treiber zu benutzen. Dies ist nicht die perfekte Lösung, sie funktioniert allerdings meistens. Eine schöne Anleitung zur Benutzung des NDiswrapper mit den Windows-Treibern gibt es hier.

ISDN

Die ISDN Installation ist etwas aufwändiger, allerdings auch zu schaffen. Anleitung

TV-Karten

Für die meisten analogen TV-Karten existieren inzwischen Treiber, die auch bei Ubuntu dabei sind. Auch einige DVB-S und DVB-T Karten funktionieren Problemlos, allerdings erfordern sie meistens etwas Arbeit.

FritzCard-DSL

Auch die FritzCard-DSL funktioniert nach etwas Arbeit. Anleitung

Hier noch ein paar interessante Hardware Links:

Bluetooth

Notebooks haben eine Menge Spezielfunktionen, wie Stromsparfunktionen und Extratasten. Hier lohnt sich ein Blick ins Ubutnu-Wiki (Ganz unten). Eine andere, allerdings Englische Webiste ist http://www.linux-laptop.net/.

Erste Schritte

Zunächst einmal funktioniert Linux ähnlich wie Windows. Es gibt Fenster, eine Maus, einen Desktop, Dateien etc. Intern arbeitet Linux allerdings ganz anders.

Zunächst einmal eine kleine Erklärung zum Dateisystem und Laufwerken. Unter Orte/Computer sollten sie angeschlossen Laufwerke sehen. Festplatten, USB-Sticks, Diskettenlaufwerk und DVD-Laufwerk. Zusätzlich gibt es einen misteriösen Eintrag namens “Dateisystem”. Zuallerst muss man sich von den Windows-Laufwerksbuchstaben verabschieden. Diese gibt es unter Linux nicht. Linux benutzt ein, wie eben schon gesagt, ein zentrales Dateisystem, das ist die Festplatte, auf der Ubuntu installiert wurde. Alle anderen Laufwerke sind als Ordner “gemountet”. Wenn man das Dateisystem anklickt, wird man eine Menge meist dreistellige Ordner sehen. Die wichtigsten in Kürze: in /bin liegen die wichtigsten Tools, meist Kommandozeilentools, mit denen Anfänger zunächst wenig anfangen konnen. In /dev sind sogennannte Gerätedateien. Sie werden bei komplizierteren Hardwareeinrichtungen wichtig. Neben einer ganzen Menge anderer Dinge werden sie hier z.B. auch die Festplatten wieder als sda usw. finden. In /home sind die Benutzerordner. Dort werden sie ihren bei der Installation angegebenen Benutzernamen wiederfinden. Dieser Ordner entspricht dann Orte/Persönlicher Ordner. Jetzt wird’s interessant. In /media sind die anderen Festplatten, USB-Sticks und CDROM-Laufwerke. Auch davon muss der Anwender zunächst nicht allzuviel wissen, da die Laufwerke ja alle unter “Computer” verfügbar sind. Wenn eine CD eingelegt oder ein USB-Stick eingesteckt wird, erscheint dieser Zusätzlich auch immer auf dem Desktop.

Ein großer Vorteil von Linux ist die Paketverwaltung. So gut wie jede Linux Distribution besitzt eine, bei Ubuntu ist es die von Debian. Die Programme, im folgenden Pakete genannt, haben die Endung *.deb . Dieses System dient vor allem folgenden Zwecken:

  • Einfaches Installieren von Programmen per Klick
  • Zentrales Updaten aller Programme
  • Vollständiges Löschen, wahlweise mit oder ohne Konfigurationdateien

Es gibt sogennannte Repositories. Das ist nicht mehr als ein Server, auf dem die wichtigsten Programme liegen und so zentral und einfach abgerufen werden können. Dieso Repos sind in der Datei /etc/apt/sources.list eingetragen. Zu allererst sollten sie System/Systemverwaltung/Software-Quellen besuchen, und dort unter Software von Drittanbietern die beiden Einträge aktivieren. Beim Klick auf Schließen werden sie gefragt, ob sie die Paketliste neu laden wollen. Dazu muss das System am Internet hängen, das muss es überhaupt für die Benutzung von Repos. Da sie neue Softwarequellen eingetragen haben, sollten sie die Frage bejahen. Ubuntu wird kurz einige kleine Dateien herunterladen. Das sind Listen mit den verfügbaren Paketen. Unter System/Systemverwaltung/Synaptic-Paketverwaltug findet sich ein grafisches Tool, mit dem sich sehr leicht Pakete installieren und entfernen lassen. Die Einführung, die sie beim ersten Start begrüßt sollten sie lesen. Nun sehen sie am linken Bildschirmrand schon eine Liste mit Softwarekategorien. Viele Paketnaman sagen nicht allzuviel über den Zweck aus, man erfährt sie auf anderem Wege. Nun können wir zum Beispiel einmal den Browser Opera installieren. Klicken sie also auf “Suche” und tippen sie “Opera” ein. Nun werden sie sicher erstaunt sein, wieviele Pakete er findet. Alle diese Pakete haben den Begriff “Opera” in ihrer Beschreibung oder im Namen stehen, daher kommt das. Den echten Opera finden sie sehr leicht, indem sie in die Liste klicken und “op” eingeben. Nun müssen sie auf das weiße Kästchen neben Opera klicken, und “Zum Installieren vormerken” wählen.

Synaptic

Synaptic teilt nun mit, dass es noch andere Pakete installieren muss. Das sind Abhängigkeiten, also Programme oder Bibliotheken, die Opera benötigt. Keine Angst, die Paketverwaltung regelt das ganz automatisch. Wenn sie nun oben auf “Anwenden” klicken, und dies noch bestätigen, wird Opera heruntergeladen und installiert. Ist alles fertig, kann das Fenster geschlossen werden, und Opera findet sich unter Anwendungen/Internet. Auf die selbe Weise lässt sich Opera auch wieder deinstallieren, nur muss hierbei eben “Zum Entfernen Vormerken” angegeben werden.

Umgang mit der Kommandozeile

Windows-User fürchten sie, Linux-User lieben sie, die Kommandozeile. Sie ist zentrales Element von Linux. Man startet sie unter Anwendungen/Zubehör/Terminal. Im sich nun öffnenden Fenster sehen sie etwas wie “max@max-computer:~$. Das max ist der aktuelle benutzer, das max-computer der Computername. Hinter dem Doppelpunkt steht der aktuelle Ordner. In diesem Fall “~”. “~” steht immer für den Benutzerordner des gerade aktiven Benutzers. Einer der wichtigsten Befehle ist der Befehl “cd”. “cd” steht für “change directory”, also Ordner wechseln. Wenn die also “cd ~” eingeben, die Taste für “~” müssen die zweimal drücken, landen sie in ihrem Benutzerordner. Ein weiterer wichtiger Befehl ist “ls”. “ls” steht für list und gibt den Inhalt des aktuellen Ordners aus. Wenn sie also nur

ls

eingeben, sollten sie so etwas ähnliches sehen:

 Bilder Desktop Dokumente Examples Musik Öffentlich Videos Vorlagen

Das ist der Inhalt ihres Persönlichen Ordners. Nun wechseln wir ins Wurzelverzeichnis, also in das Linux-Dateisystem und lassen uns den Inhalt anzeigen:

cd /
ls

Die Ausgabe sollte etwa so aussehen:

bin    etc      initrd.img      media  root  tmp      vmlinuz.old boot
initrd.img.old  mntsbin  usr cdrom  home     lib opt    srv   var dev
initrd   lost+found      proc   sys   vmlinuz

Der Systemadministrator unter Linux heißt “root”. Sie werden oft Befehle als root ausführen müssen, um z.B.Schreibrechte auf das Systemverzeichnis zu bekommen. Um root-Rechte für einen Befehl zu bekommen, müssen sie diesem “sudo” voranstellen. Um das mal zu demonstieren, gibt es den Befehl “whoami”, der einem einfach nur den aktuellen Benutzer anzeigt.

whoami

Sollte demnach (bei mir)

max

liefern. Wenn man hingegegen folgendes eintippt, sollte es einem anzeigen, dass man root ist. Hierbei muss das Passwort eingegeben werden:

sudo whoami

Es gibt eine geradezu riesige Anzahl an Befehlen. Man lernt die wichtigsten mit der Zeit.

Terminal

Soviel zunächst einmal zum Terminal.

Viel Spaß beim Spielen und kennenlernen von Ubuntu. Hier noch einige wichtige Links:

Ubuntuusers - Das deutsche Portal für Ubuntu. Vor allem das Forum und das Wiki sind wichtig. hier finden sich praktisch zu allen Themen Anleitungen.

ubuntu.com - Die Englische Ubuntu Siete, auch mit vielen Tutorials

Wichtig ist auch der deutsche IRC Channel. #ubuntu-de im Netzwerk “Freenode” .

Wichtige Wiki-Artikel:

Installation

Bedienung und Begreifen des Systems

Ich hoffe dieser Artikel hat ihnen gefallen und geholfen. Ich würde mich über Kritik und Verbesserungsvorschläge sehr freuen. Dieser Artikel wird in den nächsten Tagen noch überarbeitet und erweitert werden, aber für heute habe ich keine Lust mehr…

amaroK und seine Visualisierungen…

18. Oktober 2007 - 17:16

Ich habe heute rein zufällig mal das Visualisierungsmodul meines Lieblinsplayers, amaroK , ausprobiert. Wer amaroK noch nicht hat, kann es hanz einfach über das gleichnamige Paket installieren. Um die Visualisierung benutzen zu können, müssen außerdem noch die Pakete “amarok-engines” und “libvisual-0.4-plugins” installiert werden. Nach einem Neustart von amaroK kann man sich nun unter Extras/Visualisierungsmodule die verfügbaren Module ansehen. Es eine ganze Menge, und ich Hakte einfach mal alle an. Eigentlich dachte ich, damit macht man sie nur verfügbar, allerdings falsch gedacht. Peng, und plötzlich erschienen zig verschiedene Visualisierungsfenster. Ich habe mir dann sogar mal die Mühe gemacht, sie schön anzuordnen. Sie Laufen sogar recht flüssig, was in Kombination mit Compiz-Fusion schonmal nicht schlecht ist. Hier mal einige Screenshots:

visual - 4Visual - 3Visual - 2Visual - 1

Endlich bessere Medien-Unterstützung mit Firefox

16. Oktober 2007 - 10:18

Ich hatte eben wieder ein kleines Freudenerlebnis mit dem neuen Ubuntu. Als ich einen Stream anhören wollte, ahnte ich schon, dass ich wieder einen externen Player starten muss. Doch nein, Firefox zeigte die nette Leiste an, die man kennt und die einen auffordert, ein Plugin zu installieren. Klickt man sie an, erscheint dieses nette Fenster:

FFPlugin

Wählt man einen von diesen Playern aus, wid er per Paketverwaltung installiert, und anschließen kann der Stream wiedergegeben werden.